Konzert im Kerzenschein 2018 - Kirche SZB

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Noch einmal ist die barocke St. Georgenkirche in der diesjährigen Weihnachtszeit durch viele Kerzen in ein warmes Licht getaucht.
Die letzten Zuhörer betreten das Gotteshaus und suchen sich einen Platz in der bereits nahezu gefüllten Kirche.
Pünktlich um 17:00 Uhr ertönt die kräftige Stimme des Tenors Martin Krumbiegel.
"Lieber Herre Gott, wecke uns auf" von Johann Rosenmüller (1620 – 1684) erklingt in der Besetzung: Tenor, Traversflöte, Violine und Basso continuo und lässt erneut weihnachtliche Stimmung aufkommen.
Krumbiegel ist mit einer Auswahl seiner Capella Fidicinia nach Schwarzenberg gekommen und bestreitet bereits zum zweiten mal das traditionelle Konzert im Kerzenschein. In seine Begleitung musizieren Katharina Krumbiegel-Ditter (Flöte), Saskia Klapper (Violine), Sascha Werchau (Cello) sowie Bernadett Mészáros (Truhenorgel und Cembalo).
Alle fünf erweisen sich im Laufe des Abends als brillante Musiker, denen es erneut gelingt, das musikalische Empfinden der Zuhörer zu berühren. Die Auswahl an barocker Kirchenmusik des 17. Jahrhunderts ist bewusst ausgewählt. Neben den klassischen Weihnachtliedern "O Jesulein süß" oder "Ich steh an deiner Krippen hier" aus "Schemellis Gesangbuch" erklingen 3 Solostücke in denen Traversflöte, Violine und Violoncello als eigenständige Instrumente zu hören sind. In einem Bicinium nach einem alten Kirchenlied von Georg Neumark (1657) intonieren Katharina und Martin Krumbiegel  "Wer nur den lieben Gott läßt walten" in seine eigenen Bearbeitung. Dabei singen Tenor und alle Zuhörer die erste Strophe des Chorals.
Das perfekte Zusammenspiel der einzelnen Instrumente wird besonders bei Georg Philipp Telemanns Concerto Nr.1 aus “Six Quatours a Violon, Flauto, Violoncelle et Basse continue” deutlich und veranschaulicht einmal mehr die ausgezeichnete musikalische Leistung der Capella Fidicinia.
Mit "Singet dem Herrn ein neues Lied" (SWV 342) aus „Symphonia sacrae“ (Teil II, 1647) für Tenor, Traversflöte, Violine und Basso continuo von Heinrich Schütz (1585 – 1672) endet das Konzert.
Nach langem und nach einer Zugabe fordernden Beifall erklingt Bachs "Ich steh an deiner Krippe hier", gesungen von Katharina (Sopran) und Martin Krumbiegel (Tenor) sowie Saskia Klapper (Alt), begleitet vom Violoncello (Bass).
Langezeit vermag keiner die zarte Ruhe nach den letzten Tönen zu zerstören.
Es ist ein zartes Konzert und entlässt seine Besucher in die lezten Tage der Weihnachtszeit.
J.L.




 
11.01.2018
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