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Liebe Schwestern und Brüder, Liebe Leserinnen und Leser!

Wenn jemand ein Kind ausfährt - gerade jetzt im Sommer-, dann kann es vorkommen, dass der Kinderwagen gedreht werden muss. Etwa weil die Sonne sonst das Kind blenden würde, schiebt man es eben andersherum: Das Kind mit Blickrichtung nach vorn. Das hat nur einen Haken, denn etwas Entscheidendes fehlt: Es ist die Sicht auf den Vertrauten, der schiebt. So kann es sein, dass sich bei dem Kleinen doch nicht so recht ein Wohlbefinden einstellen will, da die Gewissheit in Gefahr ist ; die Gewissheit, die sagt: Der Große, der alles unter Kontrolle hält, ist da. Ich bin nicht allein!
Was für ein Glück, dass sich da die Kinderwagenindustrie etwas einfallen lassen hat: Die Lösung für dieses Problem ist ein kleines Fenster oben im Verdeck. Es kann auf und zu geklappt werden und so ist es möglich, dass derjenige, der das Kind ausfährt, mit dem Kind selbst Blickkontakt aufnehmen kann. Für ein Kind ist das mitunter sehr beruhigend und ein solches Fenster damit heilsam.
Ich denke mit dem Reich Gottes ist es ganz ähnlich: Auf unserem Weg hier auf Erden wird von Zeit zu Zeit unser Blick gehoben und das Himmelsfenster ein Stück geöffnet. Das geschieht in ganz klaren Momenten, die völlig unerwartet auftreten können. Klar sehen wir dann, weil wir wie durch ein solches Fenster schauen. Und plötzlich sehen wir Gott - etwa weil etwas Großes und Wunderbares geschieht, mit dem wir nicht gerechnet hätten, oder aber weil etwas Kleines, Unscheinbares sich ereignet. Aber in dieser offensichtlichen Nebensächlichkeit lässt sich doch die Hauptsache erkennen: Gott selbst. Dann sind wir ganz gewiss, weil wir ihn erkennen, wie er da ist in seiner barmherzigen Liebe, so wie ein Vater und eine Mutter für das Kind da sind. Wir erkennen seine Stärke und seine Schönheit, ganz so wie es nach den beiden aktuellen Monatssprüchen bereits Mose deutlich werden konnte. Und dann ist es mit einmal völlig klar: Unser Leben ist nicht für umsonst und muss nicht in die Irre gehen. Vielmehr ist es gut aufgehoben bei Gott. Klar kann das Himmelsfenster auch verschlossen bleiben. Aber ich wünsche uns sehr zahlreich diese heilsamen Momente, in denen es aufbricht. So mögen in dieser Sommerzeit unsere Augen geöffnet werden für Gott und uns das Herz weit werden für die Menschen auf unseren Wegen.
Mit den herzlichsten Segenswünschen
Ihr Pfarrer Peter Arnold

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19.07.2016
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