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Liebe Schwestern und Brüder, liebe Leserinnen und Leser,

mit den Kirchennachrichten und ganz besonders mit dem Wort Jesu aus Joh. 15,12  „Dies ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe“,  grüße ich Sie
herzlich.  
Am Anfang dieses Heftes steht bewusst dieses Gebot Jesu. Nicht um mit Gesetz und Vorschrift unsere Freiheit einzuengen, sondern um einen wichtigen Aspekt des Gemeindelebens hervor zu heben. Es geht nämlich um die Beziehung zu Gott und untereinander.  Es geht um das Liebesgebot, das Jesus seinen Jüngern für alle Zeiten und an allen Orten, ans Herz gelegt hat. Nach dem letzten Abendmahl sagt Jesus seinen Jüngern: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit ihr euch untereinander lieb habt. Daran wird man erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Joh. 13, 34-35) Dies Liebesgebot war Jesus wichtig. Er selbst hat danach gelebt und hat es nicht nur in der Fußwaschung oder beim Abendmahl umgesetzt. Es soll auch unser Miteinander bestimmen. Ist die Nächstenliebe in der Familie, Gemeinde, Nachbarschaft und auf Arbeit Dreh- und Angelpunkt?
Obwohl wir wissen, dass davon so viel abhängt, stoßen wir da an Grenzen und versagen. Wie schnell erstickt die Liebe unter Vorurteilen und Misstrauen. Wie schnell erstirbt sie durch Angriffe und Verletzungen. Mancher zieht sich zurück und weicht denen aus, die ihn scheinbar nicht mögen. Doch Jesus macht uns Mut, seine Jünger zu sein, ihm nachzufolgen, indem wir in Liebe miteinander umgehen. Er feuert uns nicht an und sagt: „Reiß dich zusammen!“, „Streng dich etwas an!“ Nein, er lässt uns erfahren: „Ich habe dich zuerst geliebt.“
Seine Liebe ist immer zuvorkommende Liebe. Das Evangelium, die frohe Botschaft ist: Gottes Liebe gilt auch uns. Durch sie hat uns Gott erwählt, als wir noch im Mutterleib waren.
Er hat uns das Leben geschenkt. In Jesus Christus hat er uns zu seinen Kindern gemacht, dass wir als seine Freunde ihm nachfolgen. Aus unserem Leben will er etwas machen, das Wert hat und das bleibt. Mit jedem Einzelnen von uns will er was anfangen, ja durch uns will er was erreichen, dass sich als Frucht für uns und unsere Mitmenschen erweist.
Unmittelbar vor Jesu Liebesgebot steht das Gleichnis vom Weinstock, der Rebe und der Frucht. Jesus ist der Weinstock und wir sind die Reben. Wenn wir mit ihm verbunden bleiben, können wir Frucht bringen. Denn der Weinstock bekommt die Nährstoffe aus dem Boden und gibt sie an die Reben weiter. So können an ihnen Trauben wachsen und reifen. Wer einen Weinstock an einer geschützten, sonnigen Stelle hat, kann sich auch in diesem Jahr an den edlen, süßen Trauben freuen und vielleicht auch weiter geben.
Jesus, der wahre Weinstock, gibt uns mit seinen Reben den Lebenssaft, die Liebe des Vaters weiter. Dadurch können wir Frucht bringen, indem wir Gott lieben, der uns zuerst geliebt hat. Indem wir sein Wort und seine Gebote lieben. Seine Gemeinde lieben, gerne darin leben und wirken.
Frucht bringen wir auch, wenn wir uns untereinander lieben, gerne begegnen, miteinander aufbauende Worte reden, Gemeinschaft halten und einander helfen. Das war nicht nur für die erste christliche Gemeinde ein Wesensmerkmal, sondern ist auch für unsere Gemeinden heute und hier entscheidend. Daran wird unsere Glaubwürdigkeit gemessen und das macht Gemeinde attraktiv. Wenn Kirchengänger lieblos miteinander umgehen, wirkt Gemeinde eher abstoßend.
Doch die wertvollste Frucht ist, wenn wir seine Liebe weitergeben und so Freunde für Jesus, ja, Menschen für das Reich Gottes gewinnen. So werden wir zwar keine heile Welt hier errichten, aber sein Reich kann unter uns ansatzweise wachsen. Gemeinde Christi wo auch Fremde, Außenseiter oder anders geprägte Menschen willkommen und angenommen sind. Da hat seine Gemeinde Zukunft, wo wir bereit sind  aus der LIEBE Jesu zu handeln und nach seinem Gebot zu leben.
Mit diesen Kirchennachrichten laden wir in die Gemeinde, zu den verschieden Zusammenkünften und  Konzerten ein. Mögen Sie Stärkung der Gemeinschaft erfahren und zur Freundschaftspflege im Sinne unseres Herrn beitragen.

Ihr Pfarrer  Hans Zink

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29.11.2016
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